Vorsorge

Reisemedizin

Wir bieten Ihnen einen fundierten und ausgereiften reisemedizinschen Service – damit Sie ihren tropischen Aufenthalt in Ruhe genießen können.

Hier finden Sie Informationen zu folgenden reisemedizinischen Themen:
Reiseimpfungen
Gelbfieberregionen
Malariaprophylaxe

Reiseimpfungen

In subtropischen und tropischen Regionen besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko mit z.T. sehr gefährlichen Erregern. Durch Impfungen können manche dieser Infektionserkrankungen verhindert werden. Die folgenden Impfungen werden von der Ständigen Impfkomission des Robert-Koch-Instituts in Berlin für die Einreise in manche Länder empfohlen:

Gelbfieberimpfung

Die Gelbfieberimpfung ist eine Lebendimpfung, die sehr gut verträglich ist mit der Einmaldosis einen 10-Jahresschutz bietet ab dem 6. Lebensmonat möglich ist gleichzeitig mit anderen Impfungen möglich ist.

Einschränkungen bestehen bei:
»  Hühnereiweißallergie
»  Schweren chronischen Erkrankungen
»  Schwangerschaft
»  Anderen Lebendimpfungen in den letzten zwei bis vier Wochen

Die Gelbfieberimpfung ist für einige Länder in Afrika und bei Grenzüberschreitung in vielen L ändern Südamerikas vorgeschrieben. Diese Impfung kann nur in speziell autorisierten Gelbfieberimpfstellen (z.B. bei uns) durchgeführt werden.

Gelbfieberregionen

Afrika
Südamerika

Hepatitits A

Das Hepatitis A-Virus ist weltweit verbreitet und wird über Lebensmittel (z. B. Meeresfrüchte) oder Trinkwasser übertragen. Erkrankungen kommen sogar in den Mittelmeerländern gehäuft vor. Die neuere aktive Impfung ist gut verträglich und sollte für alle Reisen in südliche oder außereuropäische Länder durchgeführt werden. Diese Impfung kann bei Last-Minute Reisenden auch noch kurz vor der Abreise erfolgen.

Hepatitis B

Das Hepatitis B-Virus ist ebenfalls weltweit verbreitet, mit der größten Häufigkeit in Afrika und Süd-Ost-Asien. Die Übertragung erfolt überwiegend direkt von Mensch zu Mensch, z.B. über intime Kontakte, aber auch Tränenflüssigkeit oder Speichel können Viren enthalten. Weiterhin besteht ein Risiko bei medizinschen Behandlungen in vielen Ländern durch ungenügend sterilisiertes Instrumentarium. Zahnbehandlungen und Tätowierungen stellen ein weiteres Risiko dar. Die chronische Hepatitis B kann zur Leberzirrhose und zum Leberzellkarzinom führen. Für einen zuverlässigen Impfschutz sind 2 Injektionen im Abstand von 4 Wochen erforderlich. Nach dreimaliger Impfung besteht ein Schutz für 10 Jahre. Es gibt einen gut verträglichen Kombinationsimpfstoff für Hepatitis A und Hepatitis B, der häufig verwendet wird.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Säugetierbisse übertragen wird und in nahezu allen Fällen tödlich verläuft. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht in Asien, Afrika und Mittel- und Südamerika. Die Aktivimpfung bietet einen sehr guten Schutz. Nichtgeimpfte Personen sollten nach einem Tierbiss in einem Risikogebiet innerhalb von 24h eine Simultanimpfung (d.h. simultane Gabe von Immunglobulinen und einer Aktivimpfung) bekommen.

Typhus

Der Typhuserreger wird über kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel übertragen und führt zu einer schweren Erkrankung mit hohem Fieber. Gerade bei Reisen unter schlechten hygienischen Bedingungen wird eine Impfung empfohlen.

Es gibt derzeit eine Schluckimpfung mit einem Lebendimpfstoff mit einer Schutzdauer von 1 Jahr und eine Injektionsimpfung mit einem Totimpfstoff mit einer Schutzdauer von 3 Jahren. Beide Impfungen haben eine Schutzrate von etwa 70%.

Meningokokken

Meningokokken werden von Mensch zu Mensch als Tröpfcheninfektion übertragen. Sie können zu einer schweren Hirnhautentzündung mit hoher Sterblichkeit führen. Vorgeschrieben ist die Impfung bei der Einreise nach Saudi-Arabien zur Zeit des Hadsch. Empfohlen wird sie bei längerem Aufenthalt in Risikogebieten Afrikas.

Japanische Encephalitis

Die japanische Encephalitis wird in vielen Gebieten Südostasiens durch Stechmücken übertragen. Sie ist die häufigste durch Viren übertragene Hirnentzündung. Nach einer Grundimmunisierung mit 3 Impfungen besteht ein 100%-iger Schutz.


Malaria

Definition, Verbreitung und Übertragungsweg

Die Malaria ist eine Infektionserkrankung, die durch Protozoen Plasmodium falciparum (Malaria tropica), Plasmodium ovale und vivax (Malaria tertiana) und Plasmodium malaria (Malaria quartana) verursacht wird. Die Malaria ist weltweit in über 90 Ländern der Subtropen und Tropen verbreitet (siehe Malariakarte). Jährlich erkranken 300 Millionen Menschen, von denen 1-2 Millionen versterben.

Die Malaria wird durch die nachtaktiven Anopheles-Mücken übertragen. Die Anophelen brüten in stehendem Süßwasser, besonders zahlreich sind sie während und nach der Regenzeit. Die Mücken sind schlechte Flieger, sie halten sich vornehmlich an dunklen, windstillen Stellen nahe dem Boden auf. Gegrilltes Fleisch und Alkoholgeruch ziehen sie an.

Krankheitsbild

Das Krankheitsbild ist abhängig vom Malariatyp, ggf. eingenommener Medikation und der Person. Nach der Infektion vermehren sich die Plasmodien zuerst 5–8 Tage in der Leber ohne Symptome hervorzurufen. Nach dieser Phase befallen sie die roten Blutkörperchen, bringen diese zum Platzen und lösen dadurch z.T. extreme Fieberschübe aus.

Die Symptomatik besteht aus Kopfschmerz, Reizhusten, Übelkeit, Durchfall, Fieber und Abgeschlagenheit, wobei nicht immer alle dieser Symptome auftreten. Als Komplikationen kann es zu Kreislaufversagen, Nierenversagen, Gerinnungsstörungen, Blutungen und Bewusstseinsstörungen kommen. Fieber nach Tropenaufenthalt ist auch nach Wochen/Monaten stets Malariaverdächtig.

Diagnosestellung und Behandlung

Die Diagnose stellt der Arzt anhand einer Blutuntersuchung. Diese ist einfach und auch im Urlaubsland möglich. In einigen Fällen wird ein einfach Schnelltest angewandt. Die Behandlung sollte die örtlichen Resistenzen berücksichtigen. Neben den auch zur Vorbeugung gängigen Medikamenten gibt es eine Reihe von nur zur Therapie vorgesehenen Medikamenten. In Deutschland erfolgt die in der Regel gut wirksame Therapie stationär.

Ist ein Arzt binnen 24h nicht erreichbar, kann ein Selbsttest (Malaquick und andere) Hinweise für eine Malaria tgropica geben. Bitte berücksichtigen Sie, dass – wie bei einem Zuckertest – ein Blutstropfen erforderlich ist und der Test eine Fehlerquote von 7–10% hat. Er sollte Extremtouristen vorbehalten bleiben.

Vorbeugung

Der Schutz vor Malaria umfasst zunächst einen konsequenten Mückenschutz ab 17 Uhr und nachts. Dies gewährleisten sog. Repellentien mit mindestens 20%-igem DEET zum Auftragen auf die Haut (Wirkdauer 4h, bei 50%-igem 8h) und Pyrethoiden zum einmaligen Auftragen vor der Reise auf die Kleidung. Eine gelungene Kombination ist das Kobipräparat »No bite«, das über die internationale Apotheke oder auf Bestellung durch jede andere Apotheke aus Österreich importiert werden kann.

In vielen Ländern sind pyrethoid-imprägnierte Moskitonetze sowie DMP-haltige Moskitocoils, auch »espirales« genannt, erhältlich. Diese werden wie Räucherstäbchen abgebrannt.

Da die Anophelen dämmerungs- und nachtaktiv sind, sollten Sie helle lange Hosen und Strümpfe mit Imprägnation tragen. Sog. "Cross-ventilatio", der Luftzug durch Stand- oder Deckenventilator, möglichst mit Windrichtung zum Fenster wehrt die flugfaule Anopheles zusätzlich ab.

Aktuelle Malaria-Prophylaxe-Empfehlungen unter www.fit-for-travel.de

 

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